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Vom Sägewerk zum modernen Holzfachhandel

Die Geschichte des Sägewerks in Neckarmühlbach

Im Jahr 1922 überlegt sich der erst vor Kurzem aus dem 1. Weltkrieg heimgekehrte 24-jährige Forstwirt Gustav Frhr.v.Gemmingen-Guttenberg ein neues Betätigungsfeld. Rechtzeitig vor der großen Inflation gründet er in Neckarmühlbach unterhalb des Familiensitzes Burg Guttenberg ein kleines Sägewerk. Ziel ist die Wei­terverarbeitung des Stammholzes aus dem eigenen Gutten­berger Forst. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Einschnitt von Lärchen-, Douglasien- und Fichtenholz – aber auch Laubholz wird gerne weiter verarbeitet.

Das Sägewerk startet erfolgreich und spezialisiert sich vor allem auf Lärchenholz. „Lärchen aus Neckarmühlbach“ wird zu einem feststehenden Begriff in der Holzbranche. Trotz eines respektablen Wettbewerbsnachteils, der durch die nicht vorhandenen Gleis- und Hafenanschlüsse bedingt ist, gelingt es Baron Gustav, Arbeitsplätze zu schaffen und in Neckarmühlbach den neuen Betrieb zu etablieren.

Die große Depression und den zweiten Weltkrieg übersteht das Sägewerk unbeschadet, obwohl die auf der anderen Neckarseite liegende Bahntrasse laufend Ziel amerikanischer und britischer Bomberangriffe darstellt.

Nach Ende des 2. Weltkrieges profitiert sich das Sägewerk durch den entstehenden Bauboom, sowie die Notwendigkeit, das viele Sturmholz des Jahres 1949 (?) aufzuarbeiten.

Im Jahr 1950 wird eine zusätzliche Sägehalle errichtet. Das Hobelwerk wird 1952 ausgebaut, bis 1955 erstehen mehrere Trockenkammern. Im Jahr 1955 tritt der damals 25-jährige Sohn des Gründers, Christoph Frhr.v.Gemmingen-Guttenberg, als graduierter Ingenieur in das Unternehmen ein. Dieser baut und erweitert Sägehalle und Spänebunker. Ein großer Erfolg sind die Ferienhäuser aus Lärchenbohlen, die in den 60er-Jahren bis in den Schwarzwald vertrieben werden. Messeauftritte auf dem Mannheimer Maimarkt sind keine Seltenheit. Darüber hinaus wird ein beliebter Kinderbaukasten aus Lärchenholz entwickelt, mit dem sich schon die kleinen Kunden ihren Traum vom Eigenheim erfüllen können.

Am 10. Januar 1973 verstirbt der Firmengründer und spiritus rector Gustav Frhr.v.Gemmingen-Guttenberg. Sein Tod markiert eine Wende in der Geschichte des Betriebs. Zum einen steigt der Anteil der zugekauften Handelsgüter stetig an, zum anderen werden weitere Arbeitsplätze geschaffen. Am 22.5.1975 wird das Unternehmen in die Rechtsform einer GmbH gewandelt. Gegenstand des Unternehmens ist die Be-und Verarbeitung von Baustoffen sowie der Handel mit solchen. Der Sägemeister Walter Schoch tritt als Gesellschafter in die Firma mit ein.

Nur wenig später übernimmt das Unternehmen seinen bisher größten Kunden, die Schefflenzer Schreinerei, aus deren Konkurs. Die Schreinerei wird mit ihren rund 10 Mitarbeitern als Zweigniederlassung in den Stammbetrieb integriert.

In den 20 Jahren zwischen 1975-1995 erlebt die Firma einen starken Ausbau der Handelsaktivitäten. 1985 werden die Sägeaktivitäten eingestellt, das Gatter wird verkauft. Um dem größeren Handelsvolumen Rechnung zu tragen, wird 1988 eine neue, ca. 1.500 qm große Lagerhalle erbaut. Helmut Schilling tritt als Prokurist in das Unternehmen ein. Vor allem bei der privaten Kundschaft verfestigt sich der gute Ruf des Holzes aus Neckarmühlbach. Der zunehmende Anteil der privaten Endkunden veranlasst die Geschäftsführung zu dem Entschluss, neben der Schreinerei auch eine Zimmerei zu eröffnen. Dies geschieht im Jahr 1989 mit der Einstellung des Zimmermeisters Roland Horsch aus Hüffenhardt. Ab 1.1.1999 werden die Zimmerei- und Holzbauaktivitäten in der neu gegründete „Holzbau Neckarmühlbach GmbH“ gebündelt und fortan von Roland Horsch als Geschäftsführer geleitet.

Im Jahr 1996 tritt der heutige geschäftsführende Gesellschafter Bernolph Frhr.v.Gemmingen-Guttenberg in das Unternehmen ein. Der gelernte Bankkaufmann und studierte Betriebswirt (lic.oec.HSG, MBA (INSEAD)) stärkt die kaufmännische Seite des Betriebes. In den Folgejahren werden weitere Erweiterungsanstrengungen unternommen. Gleichzeitig bedeutet der zunehmende Druck der Baumärkte jedoch immer weitere Preis- und Margeneinbußen. Um diesem Wettbewerbsdruck entgegen zu wirken, tritt das Unternehmen 1997 der führenden Holzhandels-Kooperation für Einkauf und Marketing im deutschsprachigen Raum,  „Holz­Land“, bei.

Eine kurzzeitige Expansion führt mit der Gründung der „Holzcenter Aglasterhausen GmbH“ und der Eröffnung eines Ausstellungsraumes in Aglasterhausen im Jahr 1997 in den kleinen Odenwald. Dieser Showroom wird wegen des Ausscheidens eines Mitarbeiters bereits 2002 wieder geschlossen.

Am 7.7.1999 stirbt der Seniorchef des Unternehmens, Christoph Frhr.v.Gemmingen-Guttenberg. Er hinterlässt mit seinem Sachverstand, seiner großartigen Gabe auf Menschen zuzugehen sowie seinem Engagement für den nachhaltigen Rohstoff Holz eine große Lücke.

2003 wird Bernolph Frhr.v.Gemmingen-Guttenberg in den Aufsichtsrat der HolzLand GmbH gewählt. Diese Tätigkeit ermöglicht einen Überblick über die Holzhandelslandschaft im deutschsprachigen Europa und schafft  viele Anregungen und Vergleichsmöglichkeiten, die in Neckarmühlbach eifrig genutzt werden. Dies hat auch Auswirkungen auf die Renovierungspläne des Betriebs: Von 2006 – 2009 wird die alte Sägehalle saniert. Dort entsteht eine moderne Lager- und Abbundhalle. Anschließend werden nacheinander die mittleren Hallen abgerissen, die dem Neubau einer modernen Kragarmhalle Platz machen. In der ehemaligen Lagerhalle entstehen eine neue Holzfachausstellung sowie eine zeitgemäße Werkstatthalle für die Schreinerei, die im Jahr 2009 von Schefflenz nach Neckarmühlbach umzieht. Somit sind alle Mitarbeiter des Unternehmens an einem Standort vereint, was kurze Wege und eine schlanke Logistik gewährleistet. Das moderne, große Lager ermöglicht schlagkräftigen Lieferservice. Die große Ausstellung vermittelt einen vielfältigen Eindruck moderner Innenausbaulösungen und Gartenprodukte aus Holz.

Heute ist das HolzLand Neckarmühlbach der führende Holzfachhandel im Neckar-Odenwald-Raum. Das qualifizierte Be­ratungs- und Verkaufsangebot wird ergänzt durch die eigene leistungsfähige Bauschreinerei, sowie das Holzbauunternehmen „Holzbau Neckarmühlbach“, das sich auf die Erstellung von Holzhäusern in Holzrahmen- und -ständerbauweise sowie die Altbausanierung spezialisiert hat.

Das qualifizierte Kun­denberatungsteam besteht hauptsächlich aus Schreiner- und Zimmermeistern sowie Holzkaufleuten. Die Kunden werden auf Wunsch nicht nur in Neckarmühlbach, sondern auch vor Ort auf der Baustelle besucht und beraten.